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Brot kneten und was du dabei beachten solltest

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In diesem Artikel erfährst du, worauf du beim Teig kneten achten solltest und wie es dir am besten gelingt!
Jo Semola
Creator & Brotexperte

Teig zu kneten fühlt sich super intuitiv an – auch, wenn du beim Brotbacken noch nicht so viel Erfahrung hast. Trotzdem gibt es dabei ein paar Dinge zu beachten. Denn du brauchst zum einen die richtige Technik und solltest dich zum anderen auf die Art des Brotes einstellen. Deshalb möchte ich dir heute erklären, was beim Kneten wichtig ist und wie es dir auch ohne Erfahrung super gelingt!

Was passiert beim Brot kneten?

Das Kneten sorgt dafür, dass dein Brotteig seine Struktur ausbilden kann. Bei Weizen- und Dinkelteigen knetest du die Glutenstränge (Klebereiweiß) ineinander, wodurch sie sich wie ein Netz zusammenschieben. Dein Teig wird dadurch elastischer und glatter. Wenn du ihn mit den Fingern auseinanderziehst, sollte er nach dem Kneten nicht mehr reißen, sondern sich dehnen. Gleichzeitig wird der Teig größer und nimmt mehr Sauerstoff auf.

Hinweis: Wenn du mit Roggenmehl backen möchtest, gibt es ein paar Besonderheiten. Darauf gehe ich am Ende des Beitrags noch genauer ein.

Wie knete ich Brot richtig?

Die einzelnen Schritte beim Kneten von Brot können je nach Rezept ein bisschen variieren. Wenn du in Zukunft häufiger Brot backen möchtest, wirst du aber auch merken, was für dich am besten funktioniert. So findest du früher oder später deinen eigenen Rhythmus.

Von Hand kneten oder mit der Küchenmaschine?

Ob du mit der Hand knetest oder dafür die Knetmaschine bzw. Küchenmaschine verwendest, bleibt dir überlassen. Grundsätzlich ist beides möglich. Allerdings ist das Kneten von Hand auf Dauer recht anstrengend. Gerade für Anfänger lohnt sich die Investition in eine Maschine aber vielleicht noch nicht. Mein Tipp ist deshalb: Fange erstmal von Hand an und schaue, wie es sich entwickelt. Du kannst dir später immer noch eine Knet- oder Küchenmaschine besorgen, sobald du häufiger backen möchtest. Für die Maschine solltest du dann einen Knethaken verwenden und aufpassen, dass der Teig nicht zu lange geknetet wird. Da eine Maschine mit Knethaken mehr Power hat als deine Arme, kann das durchaus mal passieren.

Wenn du schwere Teige verarbeiten oder größere Mengen Brot backen möchtest, lohnt sich eine Knetmaschine oder eine Maschine mit Knethaken ebenfalls. Bei kleinen Mengen Brot ist das Kneten von Hand aber eigentlich ausreichend.

Apropos: Mit einem Handrührgerät wirst du bei deinem Teig auch mit Knethaken nicht sehr weit kommen – dieses hat normalerweise nicht genug Leistung.

Wie lange muss ich Brotteig kneten?

Bei der Knetdauer kommt es vor allem auf die Art des Teiges an. Du kannst dich zu Beginn erst einmal an den Angaben im Rezept orientieren. Es kann jedoch sein, dass die Bedingungen in deiner Küche etwas anders sind – deshalb solltest du selbst ein bisschen experimentieren und schauen, wie lange du die Teige tatsächlich kneten musst. Diese Faktoren können dabei einen Einfluss auf die Dauer des Knetens haben:

Alles klar: Aber wie erkenne ich denn, wann mein Teig fertig geknetet ist? Dafür gibt es ein paar Anzeichen, die auch wieder von der Art des Mehls abhängig sind:

Das solltest du bei Roggenbrot beachten

Roggenteig enthält nur geringe Mengen an Gluten. Du kannst ihn daher beim Kneten nicht so gut in Form bringen wie einen Weizen- oder Dinkelteig. Im Gegenteil: Für Rezepte mit Roggenteig ist es am besten, wenn du möglichst behutsam vorgehst. Die Zutaten werden hierbei lediglich vermengt. Als Richtwert kannst du für Roggenteig etwa 8-10 Minuten Knetzeit anpeilen. Die Konsistenz ist am Ende eher lehmartig.

Fazit: Das ist beim Brot kneten wichtig

Wie so oft beim Brotbacken gilt auch für das Kneten: Übung macht den Backmeister. Du wirst mit der Zeit immer besser einschätzen können, wie lange oder wie kräftig du deinen Teig kneten solltest. Lass dich dabei nicht entmutigen, wenn mal was schiefgeht. Das ist völlig normal! Probiere es einfach beim nächsten Mal ein bisschen anders, dann wirst du den Dreh schon bald raushaben.

Tipp: Schau gerne mal bei meinen leckeren Brot-Rezepten vorbei – dort kannst du direkt den für dich passenden Schwierigkeitsgrad auswählen!

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